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Willkommen auf dem Hülfensberg

Bitttage

Leider muss in diesem Jahr die Bittwallfahrt auf dem Hülfensberg ausfallen deshalb hier ein Impuls zur Bittwallfahrt/Bittagen

Die letzten Jahrzehnte waren Lebensmittel immer selbstverständlich vorhanden. Am Beginn der Coronakrise vertrauten manche dieser Sicherheit nicht mehr und tätigten deshalb Hamsterkäufe.
Die Bitttage zählen mit zu den ältesten liturgischen Gebräuchen, sie reichen bis ins 5. Jh. n. Chr. zurück. Am Beginn des Wachstums der Pflanzen wenden sich bis heute gläubige Menschen an Gott und bitten um gedeihliches Wetter und den Schutz vor den zerstörerischen Kräften der Natur, damit die Ernte das zum Leben Nötige spendet. Menschen bringen so Ihre Bedürftigkeit Gott gegenüber zum Ausdruck. Vieles ist uns Menschen möglich, aber lange nicht alles. Im letzten Jahr erfuhren wir, welche Schäden auftreten können, wenn es nicht regnet. Regen kann der Mensch nicht flächendeckend selber machen, der muss ihm vom Himmel geschenkt werden.
So zeigt uns die Natur eindrücklich, dass dann alles am besten gedeiht, wenn Gott und Mensch verträglich zusammenwirken. Paulus schreibt im 1. Korintherbrief 3,6: Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, doch Gott hat es wachsen lassen.
So ist es gut, den Brauch der drei Bitttage vor dem Hochfest Christi Himmelfahrt in unseren Tagen fortzuführen. Auch heute steht die Bitte um eine gute Ernte noch im Vordergrund, darf aber dann auch auf alle Lebensbereiche ausgeweitet werden.
Weil wir die Prozessionen wegen der Corona Pandemie nicht in größeren Gruppen durchführen dürfen, empfiehlt es sich, mit der Familie oder vertrauten Freunden durch die Flure und Felder zu ziehen. An Wegkreuzen oder Gebetsgrotten kann man inne halten und bitten, z.B. um  das Ende der Pandemie.