Bring Licht nach Aleppo
Eine Aktion der Gemeinschaft vivere und der Franziskaner vom Hülfensberg
Auch in diesem Jahr wird das Projekt „Ein Name und eine Zukunft“ in Aleppo durch unsere Spendenaktion unterstützt. Hier ein Auszug aus dem Bericht, was mit unseren Spenden der letzten Aleppoaktion unterstützt wurde:
Psychologische Hilfe in Syrien: Das Engagement von Pro Terra Sancta
Die soziopolitische Lage in Syrien hat sich zuletzt stark verschärft. Inmitten dieser Unsicherheit setzt Pro Terra Sancta dank internationaler Unterstützung weiterhin das Projekt „A Name and a Future“ fort, das psychologische und rehabilitative Hilfe für über 6.000 Kinder und 400 Frauen in Aleppo bietet.
- Die Zentren dienen als stabile Anlaufstellen in einem von Umbrüchen geprägten Umfeld.
- Psychosoziale Unterstützung ist in Syrien kaum vorhanden, aber entscheidend für schulische und soziale Reintegration.
- Das Projekt richtet sich besonders an Frauen und Kinder aus Ost-Aleppo, die seit 2016 gesellschaftlich ausgegrenzt wurden.
Ursprung im interreligiösen Dialog
„A Name and a Future“ entstand aus einem bemerkenswerten Zusammenschluss von religiösen Persönlichkeiten S.E. Mons. George Abou Khazen, ehemaliger Apostolischer Vikar der Lateinischen Kirche, Scheich Mahmud Akam, islamischer Mufti von Aleppo und dem Franziskaner Firas Lufti OFM.
Gemeinsam initiierten sie das Projekt als Zeichen der Freundschaft und des interreligiösen Dialogs, um den Menschen in Ost-Aleppo – insbesondere den durch politische Konflikte marginalisierten Familien – neue Hoffnung und Perspektiven zu geben.
Hoffnung auf Wiederaufbau
Heute, da sich die Machtverhältnisse erneut verschieben, bleibt das Projekt ein Symbol für Zusammenhalt und kulturelle Versöhnung. Die fortgesetzte Hilfe und der offene Dialog sollen dazu beitragen, das menschliche und kulturelle Mosaik Syriens neu zu beleben.
Aktivitäten der Zentren in Ost-Aleppo – Projekt „A Name and a Future“
Die schwierige Lage in Syrien beeinträchtigt besonders Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Alltagsbewältigung. Das Projekt „A Name and a Future“ fördert daher gezielt die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung, um den Wiederaufbau des Landes zu unterstützen.
Wiederaufnahme nach politischen Umbrüchen
- Dank externer Unterstützung konnten die Zentren nach dem Sturz der Assad-Regierung rasch wieder öffnen – zunächst mit eingeschränkten Öffnungszeiten.
- Heute arbeiten sie wieder vollumfänglich und kooperieren eng mit dem Franciscan Care Center in West-Aleppo.
Bildungsförderung
- Rund 4.000 Schüler erhalten Förderunterricht, Alphabetisierung und Hausaufgabenhilfe.
- Ziel: Verbesserung schulischer Leistungen, Senkung der Schulabbrecherquote und Bekämpfung von Analphabetismus.
Psychosoziale Unterstützung
- Über 3.000 Kinder und Erwachsene nehmen an Gruppen- und Einzelgesprächen teil.
- Fokus auf Emotionsmanagement, Resilienz und Traumabewältigung.
- Entwicklung spezieller Programme für Notfallsituationen und Schulung eines Einsatzteams.
Kunst-Psychologie-Programm
- Von Pater Firas Lutfi OFM und Dr. Binan Kayyali entwickelt.
- Fördert Austausch traumatischer Erfahrungen durch Theater, Musiktherapie und Zeichnen.
- Ziel: Kreativität, psychische Stabilität und gesellschaftliches Bewusstsein stärken.
- Positive Begegnungen zwischen Kindern aus Ost- und West-Aleppo.
„Pulmino della Vita“ – Minibus des Lebens
- Mobiles Team erreicht Kinder ohne Zugang zu den Zentren.
- Angebot: pädagogische, psychologische und soziale Hilfe direkt vor Ort.
Berufsbildung für Frauen
- Für ca. 400 Frauen zwischen 18 und 30 Jahren.
- Ausbildung in Friseurhandwerk, Nähen und Reinigungsproduktion.
- Ergänzt durch Lebenskompetenztraining, psychosoziale Begleitung und Marketing-Schulungen.
- Ziel: Selbstständigkeit und berufliche Integration.
- Programmdauer: 1 Jahr
Suppenküche der Franziskaner in Aleppo
In ihrem Mittagsmagazin vom 11. November 2025 hat die ARD über die Arbeit der franziskanischen Suppenküche im syrischen Aleppo berichtet.
Die Franziskaner stehen dort jeden Tag an der Seite der Menschen – mit warmem Essen, offenen Türen und Hilfe für alle, ganz unabhängig von ihrer Herkunft oder Religion.
Die Journalisten der ARD haben zwei Tage lang in der Suppenküche verbracht, um zu zeigen, wie wichtig diese Arbeit in den schwierigen Zeiten ist.
Wie wir helfen
Viele nehmen nach dem Auftaktgottesdienst am 1. Advent kleine Kartons mit nach Hause. Darin finden sie diese Informationen zum Projekt und sammeln bis zum Ende der Aktion Geld – die Kartons stehen zu Hause bei Privatpersonen oder auch an Arbeitsplätzen.
Am 18.01.2026 um 10.00 Uhr endet die Aktion mit einem Gottesdienst.
Sie können auch per Überweisung spenden:
| Kontoinhaber: | Deutsche Franziskanerprovinz – Hülfensberg |
| Bank: | Kreissparkasse Eichsfeld |
| IBAN: | DE25 8205 7070 0220 0004 09 |
| BIC: | HELADEF1EIC |
| Verwendung: | Licht für Aleppo 25 / 26 |
(Bitte Verwendungszweck angeben, damit wir Ihre Spende zuweisen können)
Bei Angabe Ihrer Adresse können Sie für Einzelspenden ab 300,-€ eine Spendenquittung erhalten. Bis zu diesem Betrag reicht ein einfacher Kontoauszug, eine Buchungsbestätigung der Überweisung oder ein Einzahlungsbeleg als vereinfachter Nachweis gegenüber dem Finanzamt. Spenden, die bis Mitte Dezember eingehen, erhalten im kommenden Frühjahr 2026 die Spendenquittung, spätere Spenden im Frühjahr 2027.